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Über die Bienen

Die Geschichte der Bienenhaltung

Brutwabe -Ausschnitt-

Brutwabe mit vereckelter Brut

Vor ca. 90 Mio. Jahren erschienen die ersten stachellosen Honigbienen auf unserer Erde. Die Honigbiene in ihrer heutigen Form existiert seit ca. 50 Mio. Jahren. Seit tausenden von Jahren werden die Bienen von den Menschen genutzt. So zeigen die Felsenzeichnungen von Las Aranas, die auf ein Alter von 8 - 12.000 Jahren geschätzt werden, einen steinzeitlichen Jäger und Sammler, der ein Bienennest ausraubt.
Vor 4 - 6.000 Jahren erlebte die Imkerei in Ägypten ihre erste Blüte. Die Biene war das Symbol des Pharao und Wachs und Honig kamen im Wert noch vor Sklaven.
In unseren Breiten erlebte die Bienenhaltung im Mittelalter ihren ersten Höhepunkt. Hier waren die die Klöster führend, die neben Honig als Süsungsmittel in erster Linie das Wachs für Kerzen benötigten.
Bekannt ist auch der Reichswald bei Nürnberg der insb. den benötigten Honig für die Nürnberger Lebkuchenproduktion lieferte.
Die Zeidler (Imker) waren zu dieser Zeit in Zünften organisiert. Im Jahr 1350 wurde ihnen von Karl IV. umfassende Privilegien und u.a. eine eigene Gerichtsbarkeit verliehen.
Die Einfuhr von Rohrzucker, insb. aber der Anbau von Zuckerrüben im 19. Jahrhundert ändert die Situation vollkommen und brachte die Imker durch das nun preiswert zur Verfügung stehende Süsungsmittel Zucker um ihre bevorzugte Stellung.

Die Bienenhaltung heute

Derzeit werden in Deutschland von ca. 90.000 Imkern rund 700.000 Bienenvölker gehalten, gegenüber rund 2,3 Mio. Völkern in der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR im Jahr 1950. Allein schon an diesen Zahlen ist abzulesen, dass die Bienenhaltung überwiegend als Freizeitbeschäftigung ausgeübt wird. Neben einer größern Anzahl von Nebenerwerbsimkern gibt es einige wenige Imkereien, die im Haupterwerb geführt werden.
In Deutschland werden jährlich ca. 15.000 bis 20.000 Tonnen Honig erzeugt, die von den Imkerfamilien vermarktet oder weiterveredelt werden. Dies ist jedoch mit Abstand der kleinere Teil des Nutzens der Bienen.
Der entscheidende Nutzen der Bienenhaltung besteht in der Sicherung der Bestäubung landwirtschaftlicher Kulturpflanzen und vieler Wildpflanzen. Das Albert Einstein zugeschriebene Zitat "Wenn die Biene stirbt, stirbt in vier Jahren der Mensch" stammt sicher nicht von ihm und ist auch nicht richtig. Ohne Bienen würden allerdings mit Sicherheit die landwirtschaftlichen Erträge erheblich sinken und sich die Flora und Fauna ganz wesentlich verändern.
Gerade die Kleinteiligkeit der Bienenhaltung hat in der Vergangenheit bei uns eine flächendeckende Bestäubung sichergestellt. Heute gibt es allerdings bereits in vielen Dörfern keine Bienenhaltung mehr.
Der Wert der Bestäubungstätigkeit wird auf das 10 bis 15-fache des Wertes der Bienenprodukte geschätzt. Die Biene steht daher in der Wertschöpfung bei den Haustieren nach dem Rind und dem Schwein auf dem 3. Platz. Es muss unser Bestreben sein, Menschen für die Bienenhaltung zu begeistern, damit auch in Zukunft eine flächendeckende Bestäubung der Nutz- und Wildpflanzen sichergestellt ist.

Wenn etwas Kleines großes leistet

Ein Bienenvolk besteht aus einer Königin und im Winter aus 4 - 10.000 Arbeitsbienen. Diese Zahl erhöht sich bis zum Frühsommer auf bis zu 40.000 Arbeitsbienen. Im Sommer kommen noch einige Hundert männliche Bienen, die Drohen hinzu.
Die Arbeitsbiene wiegt rd. 0,1 g, während ein Drohn ca. 0,24 g und die Königinn ca. 0,17 bis 0,20 g wiegt. Beim Schlupf wiegt eine Arbeiterlarve ca. 0,3 mg. Nach 6 Tagen hat sich das Gewicht um ca. das 500-fache erhöht.
Für die Erzeugung von 500 g Honig müssen die Bienen rd 3 x um die Erde fliegen. Die Sammelbiene kann ca. 30 mg Nektar in ihrer Honigblase speichern, das entspricht ca. 1/3 ihres Körpergewichtes. Der Nektar enthält zwischen 40% und 80% Wasser und muß auf unter 20% heruntergetrocknet werden. Bei gutem Wetter und Blütenangebot im Flugkreis kann ein Bienenvolk an einem Tag bis zu 3 kg Nektar eintragen.